Nach Abschied vom 30-Mio-Projekt – Zukunft für bezahlbare Modernisierung der bestehenden Bahnhofsunterführung und des Bahnhofsumfelds in Radolfzell.

02.01.2021 – SÜDKURIER – Artikel
30.12.2020 – WOCHENBLATT – Artikel

Stellungnahme zu einem Leserbrief
Am 24.12.2020 wurde im Südkurier in einem Leserbrief von zwei Mitgliedern der ehemaligen Initiative IBBS der Stadt-Verwaltung und dem Gemeinderat vorgeworfen 3,35 Mio. € völlig unnötig für Planungen der Seetorquerung ausgegeben zu haben.
Es ist blauäugig, zu glauben, solch ein großes Vorhaben – wie die Planung für die Seetorquerung – könne ohne finanziellen Aufwand vorangebracht werden. Mit vielen Bürger*innen sind wir der Meinung, dieses Projekt Seetorquerung hätte viel früher gestoppt werden müssen. Dies hätte viel Planungsgeld eingespart, aber nicht die insgesamt ausgegebenen 3,35 Mio. €.
In dem Brief wurde besonders darauf hingewiesen, dass dieses Geld jetzt in der Stadtkasse fehle, um den Bau des dringend benötigten Pflegeheims seitens der Stadt zu unterstützen. Die Haushaltslage war in Radolfzell schon länger problematisch, wurde mit der Corona-Pandemie noch schwieriger und wäre mit einer Belastung von 30 Mio. € für die Seetorquerung unerträglich geworden.
Wir AKTIVE in der Initiative SEETORQUERUNG-RADOLFZELL (ISR) wollen nicht nachkarten, sondern begleiten kritisch und vor allem konstruktiv alle relevanten Themen zur Bahnunterführung.


05.12.2020 – SÜDKURIER – Artikel
Folgekosten für die Seetorquerung

ISR-Kommentar dazu: Wer über mehr als 3 Mio. klagt, vergisst, dass es über mehr als 30 Mio. sein könnten, die die Stadt Radolfzell jetzt verkraften müsste.
Die Radolfzeller Bürger*innen wehrten sich bereits 2015 deutlich und heftig gegen die Seetorquerung und warten weiterhin auf mehr Bürger-Beteiligung.

18.11.2020 – Foto: ISR-Sammlung

Endlich ist auch der hässliche Fotoautomat verschwunden.

Nachdem die Bahn vor kurzem den Getränkeautomat versetzt hat, ist nun der Blick und der Weg in die Stadt frei. Mit der notwendigen, hoffentlich baldigen Zustimmung der Bahn kann die Stadt dann mit der vorläufigen Verschönerung der Unterführung – nicht nur für die Heimattage 2021 –  beginnen.
Inzwischen hat die Stadt ihre Zuständigkeit für die Sauberkeit besser wahrgenommen. In der PUT-Sitzung vom 11. Nov. 2020 wurde angekündigt, der immer stark verschmutzte Boden werde nun mit einer stärkeren Maschine öfter gereinigt und die Wände nach Bedarf geweißelt.

18.11.2020 – Foto: ISR-Sammlung

In der PUT-Sitzung am 21.10.2020 ging es beim Punkt Verschiedenes um die schleppende Verschönerung der Bahnunterführung. Als Eigentümerin der Unterführung muss die Bahn allen Vorschlägen zur Verschönerung zustimmen. Die Stadt ist nur zuständig für den Unterhalt und die Sauberkeit.
Die endgültige Gestaltung der Wände wird erst nach dem Einbau der Aufzüge (spätestens 2028) erfolgen. Mit Verhandlungsgeschick muss man jetzt die Zustimmung der Bahn erreichen, dass bis zu den Heimattagen 2021 eine vorläufige, deutliche Verschönerung der Unterführung erreicht wird.


Wir freuen uns über die Beschlüsse des Radolfzeller Gemeinderats vom 06.10.2020 zur Umsetzung des Bahnhofsmodernisierungsprogramm II (BMP II). Damit wurde die Chance wahrgenommen, die bestehende Bahnunterführung zügig zu modernisieren und das Bahnhofsumfeld in das BMP II einzubeziehen.

Die Initiative SEETORQUERUNG-RADOLFZELL (ISR) hat sich die Vorschläge des Ingenieurbüros Raff angesehen und meint:
Außer an eine verbesserte Funktionalität muss auch an gestalterische Elemente gedacht werden.
Nur ein hellerer Durchgang wäre in jeder Stadt als Bahnunterführung zu finden. Spezifisch ist in Radolfzell der Zugang von der Stadt zum Bodensee. So könnten die Wände farblich abgestuft stadtseits in ziegelrötlichen und seeseits in wasserblauen Tönen gestaltet werden. Zudem müsste die dunkle Treppe in Richtung Stadt beleuchtet werden, denn sie wirkt wie eine dunkle Wand, wenn man vom See kommt.

Anlage 2 Detail S. 10 – Ingenieurbüro Burkhard Raff – Umgestaltung Bahnhofsunterführung PDF-Download


Anlage 3 – Detail S. 3 – HOME BASE – Kommunikation & Design – Möglichkeiten zur gestalterischen Aufwertung der Seetorquerung Radolfzell – PDF-DOWNLOAD


Zusammenfassung
Um die Barrierefreiheit bis spätestens 2028 herzustellen, muss die Bahn vier Aufzüge einbauen und die Bahnsteige erhöhen. Dies kostet die DB ca. 26 Mio. €, an denen sich Radolfzell, wie schon immer bekannt, mit gedeckelten 2,5 Mio. € beteiligen muss. Das hat aber gar nichts zu tun mit den früher veranschlagten ca. 30 Mio. für die Seetorquerung, die Radolfzell hätte zahlen müssen. Für die jetzt anstehende Verschönerung der bestehenden Unterführung seitens der Stadt rechnet man mit 0,5 Mio. €, wobei ein Zuschuss der Bahn von 220 000 € möglich ist.


Kurz zur Geschichte von ISR und IBBS
Die im März 2015 gegründete Initiative  Besorgte  Bürger Seetorquerung (IBBS) arbeitete 6 Monate lang hart für eine bezahlbare, modernisierte Bestandsvariante. Dies mündete schließlich in einem Bürgerbegehren und –entscheid, der äußerst knapp nicht gewonnen wurde. Aber die Mehrheit der Bürger*innen (53%) stimmte gegen die zu teure Vorzugsvariante. Nach dem Bürgerentscheid löste sich IBBS auf, einige Mitglieder trafen sich noch monatlich.

Im Juli 2016 entstand daraus die Initiative SEETORQUERUNG-RADOLFZELL  (ISR) als Reaktion auf die damals bevorstehende Klausurtagung des Gemeinderates und um die Entwicklung des Projekts Seetorquerung kritisch zu begleiten.


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